Kinder nehmen sehr früh Unterschiede wahr. Mehr noch: Sie bemerken auch, dass bestimmte Merkmale von Menschen unterschiedliche bewertet werden, als „gut“ und „schön“ oder als „schlecht“ und „unnormal“. Und weil Kinder aktiv und kreativ sind, bilden sie sich aus eigenen Beobachtungen und aus den Botschaften ihrer Umgebung ihre eigen-sinnigen Meinungen über Menschen. Da diese Meinungen immer auch die Abwertungen und Wertvorstellungen enthalten, die in einer Gesellschaft vorhanden sind, sind sie eine Art Vor-Vorurteile. Sie bestehen aus Fehlinformationen und Verzerrungen der Wirklichkeit und Kinder entwickeln sie auch ohne direkten Kontakt zu den entsprechenden Menschen. Damit sie nicht zu festen Vorurteilen werden, brauchen Kinder kompetente Erwachsene: Diese müssen einseitige Botschaften erkennen und wissen, wie man Kindern Erfahrungen mit der tatsächlichen Vielfalt ermöglicht und was man gegen ungerechte und diskriminierende Vorurteile tun kann.
>>> mehr
|